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Förderzeitraum von 2013 bis 2022

Wengenviertel

Auferstanden aus Ruinen

Die Aufgabe: Ein von Krieg und Wiederaufbau gezeichnetes Quartier der Ulmer Innenstadt sucht nach Anschluss und eigener Identität.

Art des Verfahrens: vereinfachtes Sanierungsverfahren

Die Herausforderung: Zentral gelegen und doch irgendwie ab vom Schuss bestehen bei allen Baumaßnahmen auf den sehr kleinteiligen Parzellen des Viertels extreme Abhängigkeiten von den aktuellen Großbaustellen der Stadt Ulm.

Das Potenzial: investitionsbereite Eigentümer*innen, lebendige Kirchengemeinde samt Kloster, engagierter Einzelhandel (WIR im Wengenviertel)

Das Ziel: Schrittweise Umsetzung eines sehr ambitionierten städtebaulichen Rahmenplans, energetische Sanierung des gesamten Quartiers, Schaffung von neuem Wohnraum und identitätsstiftenden Orten, Stärkung des Einzelhandels und des »Wir-Gefühls«.

Status quo: Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten sind die wichtigsten Akteure im Quartier inzwischen miteinander vernetzt und haben innerhalb des Gesamtprozesses ihre ganz individuelle Rolle gefunden.

Sanierungsmanagement: Im Zuge Vorbereitenden Untersuchungen (VU) für das Sanierungsgebiet „Wengenviertel“ in der Ulmer Innenstadt, wurden ergänzend ein städtebauliches und ein energetisches Quartierskonzept entwickelt (siehe: Downloads). Ein städtebaulicher Rahmenplan bildet die Grundlage für die bauliche und energetische Weiterentwicklung des Quartiers, das als typisches Gebiet des Wiederaufbaus der 1950-Jahre des vergangenen Jahrhunderts trotz seiner zentralen Lage große Substanz- und Funktionsschwächen aufweist.

Für die Umsetzung des energetischen Quartierskonzeptes wurden sieben Ziele und fünf Handlungsfelder definiert, die sich an den Bundes- bzw. Landeszielen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes Baden-Württemberg (IEKK) orientieren.

Im „Wengenviertel“ sollen demnach bis ins Jahr 2020 (Bezugsjahr: 2010)

  • 20 % weniger Endenergie im Bereich Wärme,
  • 5 % weniger Endenergie im Bereich Strom,
  • und ca. 10 % weniger CO2-Emissionen

verbraucht werden, um so einen quartiersbezogenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das Konzept und die Umsetzung werden von der KfW-Bank über das Programm 432 „Energetische Stadtsanierung – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“ als Pilotprojekt für Baden-Württemberg gefördert.

 

Gebietsfläche

  • ca. 4,7 ha

Förderprogramm

  • Stadtumbau West (SUW)

Sanierungsverfahren

  • vereinfachtes Verfahren (§ 142 Abs. 4 BauGB)

Rechtsverbindliche Festlegung

  • 09.10.2013

Sanierungsschwerpunkte

  • Stärkung der Wohnnutzung und Ausbau des Wohnraumangebotes, Erhöhung der Wohnqualität; Verbesserung des Stadtbildes, Innenstadtgerechte Weiterentwicklung des Wengenviertels durch Aufstockung und teilweisen Neubau
  • Erhalt und Stärkung der Vielfalt im Einzelhandels- und Dienstleistungsbereich; Stärkung der Quartiersmitte um die Wengenkirche mit Erschließung des Blockinnenbereichs; Erhöhung der Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität im Öffentlichen Raum und den privaten Freiräume
  • Zusammenhängende Gestaltung und Aufwertung der Straßenräume
  • Stärkung des Langsamverkehrs und Verbesserung der Parkierungssituation
  • Allgemeiner Klimaschutz und Verminderung des CO2-Ausstoßes durch Energetische Verbesserung der Bestandsbebauung

Demographische Daten

  • rd. 481 Bewohner*innen (Stand 2012)

Anzahl Gebäude

  • ca. 70 Wohn- und Geschäftshäuser

Förderrahmen

  • 2,5 Mio. € (Stand 2016)

Laufzeit

  • 4/2022
Katarzyna Stawiarska

Gebietsbetreuung
k.stawiarska[at]san-ulm.de
Telefon 0731 / 15 386-29


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