Ausgezeichnete SAN-Projekt der Jahre 2013 – 2019

Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat drei Projekte der SAN im Rahmen des Auszeichnungsverfahrens „Beispielhaftes Bauen Alb-Donau-Kreis und Ulm 2013 – 2019“ prämiert.

Ziel des Verfahrens ist es, gut gestaltete Architektur aus allen Lebensbereichen aufzufinden und durch das gelungene Beispiel weitere Impulse für die positive Entwicklung der Baukultur im Landkreis und in der Stadt Ulm zu geben. Die Projekte wurden mit Hilfe der Städtebauförderung realisiert.

Ausgezeichnet wurden die folgenden drei Maßnahmen:

  • Stadtteilmitte „Agnes-Schultheiß-Platz“ (Ulm)
  • Stadtgarten „Auf dem Graben“ (Ulm)
  • Oberschaffnerei (Ehingen)

 


Sanierungsgebiet „Weststadt II“
Stadtteilmitte „Agnes-Schultheiß-Platz“

Jurybegründung:
Die Aufwertung der Stadtteilmitte Weststadt gelingt durch ein zusammenhängendes Freiraumkonzept mit stadtteilverbindendem Grünzug und Plätzen. Gleditschien geben als bestimmende Baumart im westlichen Bereich den leuchtenden Farbton und, unterstützt durch ein Pflanzenband, die räumliche Richtung an. Bänke entlang des Weges sowie dezent eingestellte Spiel- und Bewegungsgeräte für Jung und Alt sorgen für Belebung und Begegnung. Im östlichen Bereich unterstützt der Agnes-Schultheiß-Platz mit steinernem Charakter und zurückhaltender Möblierung die Urbanität des Quartiers. Die gewählten schlichten Materialien schaffen auf Dauer einen robusten Rahmen.


 

Sanierungsgebiet „Wengenviertel”
Stadtgarten „Auf dem Graben“

Jurybegründung:
Der Garten überzeugt durch ein klares Gestaltungskonzept. Kleinkronige schattenspendende Bäume in Beeten, gerahmt durch qualitätsvolle Betonscheiben und Sitzmöglichkeiten, schaffen eine wohlige Atmosphäre vor der stringent gerasterten Fassade. Es entsteht ein freundlicher kleiner Platz, der ergänzt durch die Skulpturen des Ulmer Spatzen, auf sich aufmerksam macht und zum Aufenthalt einlädt.


 

Sanierungsgebiet „Ehingen”
Oberschaffnerei

Jurybegründung
Die Oberschaffnei erhält im Hofbereich einen Treppenturm mit Aufzug, eingestellt in einen großzügigen offenen Platz. Die Überdachung der Fahrradstellplätze betont gleichzeitig die weiterführende Wegeverbindung und schafft Orientierung. Der Turm steht als modernes gläsernes Element im gekonnten Kontrast zur historischen Fassade der Oberschaffnei. Über die gläserne Fuge wird der optische Abstand gewahrt. Das Farbkonzept ist in Pastelltönen fein auf das Erscheinungsbild des Gebäudes abgestimmt. Die Baudetails sind qualitätvoll ausgeführt. Die gesamte Gestaltung erfüllt die Funktion der Barrierefreiheit.  Der Umgang mit der historischen Bausubstanz wertet gleichzeitig städtebaulich auf.